Mittwoch, 3. August 2016
Alleine auf der Welt?
Gibt es Ihnen ein Wohlgefühl überall und immer ohne Rücksicht auf andere Menschen genau das zu tun was Ihren gerade in den Kram passt?
Wenn ja, dann möchte ich Ihnen gratulieren, Sie haben die Schwelle zum instinktfreien Menschen ohne jegliche Hemmung überschritten.
Nicht sicher ob Sie schon alleine auf der Welt sind?
Beantworten Sie sich diese einfachen Fragen. Falls Sie mehr als drei Fragen mit JA beantworten können haben Sie es geschafft, Sie haben sich erfolgreich aus der Gemeinschaft der Menschheit gelöst und sind jetzt völlig alleine auf der Welt.
- Quatschen Sie unaufhörlich in der Sauna ?
- Mogeln Sie in Warteschlangen auch wenn Sie keine Zeitnot haben?
- Fahren Sie mit dem Auto in Spielstraßen schneller als 20km ?
- Fahren Sie einen SUV sind aber kein Förster oder Großwildjäger ?
- Reden Sie immer lauter als notwendig ?
- Reisen Sie an Orte oder Länder wo 1000 Meter weiter rechts oder links von Ihrer Pool-Liege Kinder verhungern ?
- Ist es Ihnen im Urlaubsland scheißegal ob Minderheiten und Journalisten eingesperrt werden solange Sie eine 5€-Flatrate an der Bar haben?
- Rauchen Sie in Gegenwart von Kindern?
Sonntag, 31. März 2013
Mittwoch, 13. März 2013
Ich mache Schluss - Teil 1
1. Aufbauanleitungen von IKEA sind unverständlich.
Das ist einfach nur Quatsch
und maßlos übertrieben. Vielmehr gelingt es den Gestaltern der Elchmaffia sehr gut den Schwachsinn den die von niemanden gewählten und endgelagerten Europapolitiker verbockt haben, zu umschiffen.
Die Politikdarsteller in Europa schreiben nämlich vor, das alle Anleitungen in der Landessprache geschrieben sein müssen. Früher genügte Englisch und Spanisch um 98 % der Menschen die überhaupt die Kaufkraft für einen Intimrasierer haben, dessen unfallfreie Benutzung klar zu machen.
Heute sind diese Anleitungen in 30 Sprachen auf Bibelpapier gedruckt und erfreuen in erster Linie nur die Müllverbrennung in Stapelfeld mit ihren Brennwerten.
Gelesen werden Sie ja doch nicht.
Doch zurück zum lustigen, bärtigen und darum männlichen Inbusschlüssel.
Genau so einfach wie die Möbel
sind auch die Anleitungen.
Im Grunde sind daher überhaupt
keine zum Aufbau notwendig.
Wer nicht weiß das eine Schrankrückwand vor Aufsetzen des Deckels eingesetzt werden muss, sollte lieber wieder an seinem Aktienportfolio arbeiten und auf fallenden Schweinebäuche setzen.
Das einzige was ich mit zum
Aufbauen von IKEA Möbeln bereitlege ist ein Paket Beschleunigungsbier und eine Adernpresse.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spass mit Ihren Vorurteilen.
Mittwoch, 12. September 2012
Mein soziales Umfeld hat versagt
Nichts besonderes werden Sie denken, bin ich doch bekannt für meinen gesunden und üppigen Haarwuchs.
Das Erschreckende war die Körperstelle an der ich das Haar entdecken musste. Es war am oberen Rand meiner rechten Ohrmuschel!
Dort wuchs es wahrscheinlich in aller Ruhe zu einer stattlichen Länge von ca. 4cm und war dank seiner weißen Färbung für alle Menschen gut sichtbar.
Genau das macht mich rasend, da ist also über Wochen ein Haar am Ohr gewesen und NIEMAND hat mich darauf hingewiesen. Ich frage mich warum, habe ich nicht immer durch geradezu überdeutlich bewiesen das meine Lebensmaxime die Ehrlichkeit und Offenheit ist? Diese meine Kolumne ist doch ein klarer Beweis dafür.
Das Haar ist jetzt tief im Papierkorb des Hotelbades, mein soziales Umfeld ist jetzt tief in meiner Hochachtung gefallen. Ich weiß nicht wie ich wieder meinen sogenannten "Freunden" nähern kann, muss ich doch davon ausgehen das sich nicht wenige von ihnen an mir sozial vergangen haben, indem sie das Haar unausgesprochen weiter wachsen haben lassen.
Raus mit der Sprache, gibt es da noch mehr Haare an Stellen die mir nicht einsichtig sind?
Freitag, 10. Februar 2012
Schmäh und Schnauze
Welche Art von Urlaub bevorzugen Sie? Möchten Sie am Urlaubsort überfreundlich und dem Anschein nach zuvorkommend behandelt werden?
Wenn ja dann meiden Sie bitte Wien und Berlin.
Sollten Sie allerdings so wie ich ehrliche Menschen und echte Gefühle bevorzugen, dann sind Sie an Wien und Spree richtig angekommen.
Dienstleistungsberufe sind schwere Berufe, der dauernde Kontakt mit Menschen aus unterschiedlichsten Schichten und weit auseinanderklaffenden Stimmungslagen führt nicht selten zum Rückzug in das eigene Schneckenhaus.
Natürlich sind Wien und Berlin nicht abonniert auf Menschen deren Ausdruckshorizont tief im Schneckenhaus zu suchen wäre, aber eben dort lassen sich ohne große Mühe sehr viele dieser zu Unrecht gemiedenen Spezies finden.
Wenn Sie beim Taxi fahren in Berlin an einen echten Preußen geraten können Sie ihn erleben, den lauernden Intellekt der stets bereit ist eine dahingesagt Floskel oder eine Mutmaßung in der Luft zu zerreißen. Der Volksmund nennt diesen Mechanismus „Berliner Schnauze“ Ich find es großartig wie diese Menschen immer und jederzeit ihren Gefühlen freien Auslauf gestatten. Ich denke Magengeschwüre verursacht durch Verkapselung von verschluckter Wut gibt es in Berlin deutlich weniger.
Im schönen Wien, wo ich immer leise das Spiel einer Zitter höre, ist der „Schmäh“ zu Hause. Es gibt viele Herleitungen und Deutungen, mir gefällt besonders der Wesenszug der Granteligkeit, also der Menschenfeindlichkeit. Um sich zu „umgranteln“ empfehle ich Ihnen den Besuch eines möglichst alten Kaffeehauses zB. das Bräunerhof oder das Central (es gibt übrigens über 1000 Kaffeehäuser in Wien). Angekommen im Kaffeehaus kann es passieren, dass Sie zunächst überhaupt nicht beachtet werden, dies gehört bereits zum besonderen Service der Belegschaft. Nehmen Sie sich einfach eine Zeitung oder ein Magazin und beginnen zu lesen. Wenn Sie dann beachtet werden, seinen Sie bitte kurz, präzise und verbindlich bei der Aufgabe Ihrer Wünsche. Haben Sie diese Hürde genommen können Sie sich an Ihrem Braunen, Biedermeier, Einspänner, Fiaker oder Schalerl erfreuen und stundenlang Ihre Ruhe haben. Ein Wiener Kaffeehaus ist genau das Gegenteil einer „ToGo“ Gastronomie.
Sie haben wie immer die Wahl, lassen Sie sich mit amerikanisierten Verkaufsfloskeln hirnwaschen oder bleiben Sie Mensch und erlauben es eben auch dem Servicepersonal Mensch zu bleiben.
Samstag, 14. Januar 2012
Heißgetränke und andere Sinnestäuschungen
Dienstag, 25. Oktober 2011
Runter kommen wir alle
Die Katastrophe beginnt beim Eintreffen am Flughafen. Mittlerweile hat ja jede Buschfluglinie elektronische Terminals statt Menschen denen man den Zettel des Reisebüros zeigen kann. Vielflieger haben es nach ein paar Jahren gelernt an den Kisten die begehrlichen Informationen einzugeben. Eichhörnchenfliegern jedoch wird es für alle Zeiten verborgen bleiben welche magischen Zeichen der Gott des Personalabbaus da von ihnen verlangt. Hier lassen sich interessante Gesichtsausdrücke studieren, so müssen Steinzeitmenschen ausgesehen haben, hätten Sie eine Lohnsteuererklärung ausfüllen müssen.
An der Fummelschleuse kommen dann weitere fehlende kognitive Fähigkeiten richtig schön zur Geltung. Trotz wiederholter Ermahnung und reichlich Schildern und Abbildungen fällt es sehr vielen Menschen schwer die sehr einfache Choreographie zu tanzen, die zum Abtrennen der Terrorristen von den Touristen dient.
Wer sich als Tourist qualifiziert hat, die Terrorristen sind ja eh über die Seiteneingänge in den Flughafen gelangt, darf sich auf das Fluggerät freuen.
Auch Mitreisende mit kleinem Geschirr schaffen es durch die Aufführung von regelrechten Balletten für Begeisterung zu sorgen. Ich verstehe es sowieso nicht, Koffer lassen sich aufgeben. Das ist bequem, bedeutet nur Minuten Wartezeit und ist fast ohne Risiko. Die Chance auf Verlust ist geringer als die Wahrscheinlich auf einen Sechser beim Lotto.
Der nächste Knaller folgt kurz nach dem Erreichen der Flughöhe: die ersten wollen auf Toilette. Was ist das für eine Perversion die Menschen ohne Not auf Flugzeugtoiletten treibt? Achtung, ich spreche hier von Flügen unter zwei Stunden, da muss niemand wirklich dringend zur Toilette. Wenn doch, ist dringend ein Arzt- und nicht ein Flugzeugtoilettenbesuch angezeigt.
Auch erschreckend sind die Telefonisten. Am Gate, im Rüssel zum Bomber, im Bus zum Bomber, im Gang des Bombers, überall wird telefoniert. Super sind auch die "Null Info - Telefonate" denen ich zuhören durfte. "Hallo, ja wir sind gelandet, Du kannst das zwar auf der Anzeigetafel lesen, aber erst durch diesen Anruf kannst Du sicher sein das auch mein Schnatternaul mit gelandet ist" Es gibt auch eine neue Disziplin bei der "Ich bin wichtig Olympiade", das ist "Wer hat nach dem Landen mehr Anrufe auf der Schnackbox?"
Ich freue mich schon Heute auf meinen nächsten Flug.
P.S. Niederländisch ist eine total verrückte Sprache. Ich sage nur "Bromfiets = Mofa" :-)

