Mittwoch, 10. August 2011
Frauen sind anders - Teil 10 : Sommerschuhe
Samstag, 21. Mai 2011
Traummänner
Montag, 20. Dezember 2010
Frauen sind anders - Teil 9 : Direkte Kommunikation
Samstag, 25. September 2010
Tanzen kann eine sehr schöne Sache sein
Ich komme gerade von einem Festival, dem Baltic Soul Weekender. Wie es der Name schon sagt, der Schwerpunkt liegt auf Soulmusik, also einer durchaus tanzbaren Spielart der musikalischen Geräuschwelt. Primär wirkt sich dabei die Sogwirkung auf die Tanzflächen in Form von Einzelaufführungen der Tanzkunst aus. Paartänze finden praktisch nicht statt.
Bevor ich nun loslege und Ihnen berichte was mir dort geboten wurde, scheint es mir angeraten zunächst auf mich selbst einzugehen. Sie werden in meinem Stammbaum keine Balletttänzer, Gettobewohner, Naturvölker oder Fährschiffeintänzer finden, daher war meine genetische Vorbelastung wenig vorteilhaft für die Ausbildung eines besonders attraktiven Tanzstils. Aber ich behaupte keck, dass ich auch ohne viel Alkohol in der Lage bin beim „Bewegen zur Musik“ Spaß zu entwickeln.
Sicher haben Sie alle schon sog. Minimalisten beim Tanzen gesehen, also Menschen die es nicht riskieren wollen zu schwitzen oder durch irgendwie geartete Bewegungen in den Verdacht zu geraten komplett die Selbstkontrolle verloren zu haben.
Ähnlich sehen Menschen aus die vor lauter Scham und Introvertiertheit auch äußerlich so versteift daherkommen, das sie auf der Tanzfläche ein stehendes Hindernis darstellen.
Völlig anders ist die Situation bei der Gruppe der sog. raumbindenden Tanzstile. Hierbei ist für die Mitreisenden auf der Tanzfläche höchste Aufmerksamkeit angeraten, da bei Nichtbeachtung intensive Kontakte mit Ellenbogen, Füßen oder anderen Körperpartien garantiert sind.
Auch mir als erfahrenem Beobachter sind am besagten Wochenende noch nicht bekannte Stile vorgeführt worden, die ich nur auf die Einnahme von körperfremden Substanzen oder schweren Verhaltensstörungen zurückführen kann.
Sehr dramatisch fand ich eine junge Dame die völlig unmotiviert und ohne musikalischen Auslöser auch an tanzflächenentfernten Bereichen spontan und nicht reproduzierbar in einen Tanz verfiel, der sich nur als Mischung aus irischem Tap-Dance und Juckpulver beschreiben lässt. Innerlich musste ich jedes Mal zur Beruhigungsspritze greifen.
Wie gesagt, Tanz kann etwas sehr Schönes sein.
Dienstag, 13. Juli 2010
Frauen sind anders - Teil 8 : Schwanger
Mittwoch, 17. Februar 2010
Frauen sind anders - Teil 7 : Beste Freundin
Samstag, 13. Februar 2010
Frauen sind anders - Teil 6 : Parfüm
Sonntag, 31. Januar 2010
Frauen sind anders - Teil 5 : Urlaub
Mittwoch, 27. Januar 2010
Frauen sind anders - Teil 4 : Tischmanieren
Frauen sind anders – Teil 3 : Projekte
Montag, 18. Januar 2010
Frauen sind anders – Teil 2 : Gespräche unter sich
Haben Sie schon einmal Gespräche von Männern belauscht und nicht verstanden, worum es ging? Das ist weiter nicht verwunderlich, zumindest dann nicht, wenn Sie eine Frau sind. Ich erkläre es Ihnen dann aber gerne warum es Ihnen so geht.
Männer reden nur in Situationen, in denen die Grenzen des Nonverbalen ausgeschöpft sind und es anders nicht mehr geht. Wir reden zum Beispiel immer erst mit unseren „besten Freunden“ über etwas, wenn wir es schon komplett durchdacht, verarbeitet und beschlossen haben. Männer benötigen nicht den Dialog zur Entscheidungsfindung, wir sind es gewohnt alleine durchs Leben zu gehen und auch alleine unsere Entscheidungen zu fällen. Daher reden wir nur über Dinge, die abgeschlossen sind. In einem durchschnittlichen Männersatz kommt 1,4 mal das Wort „ich“ in Formen wie „ich habe“, „ich werde“ oder „ich muss“ vor.
Sie können Männergespräche daher nach einem Abdruck in Buchform immer unbesehen in der Abteilung Sachbuch auslegen.
Hier ein kleines Brevier über Männerthemen nach Wichtigkeit sortiert:
- Arbeit
- Arbeit (der Chef)
- Auto / das Motorrad
- Selbstbau von Lautsprechern
- Heimwerken
- Beziehungsprobleme (also wenn die Frau Probleme hat)
Nicht zulässige Themen sind:
- Ankauf von Kleidung
- Hausarbeit
- und vieles Andere mehr
Hier nun der Teil, der für Sie als Frau sehr schwer zu verstehen sein wird. Männer sind in der Lage, in vielen Fällen auch mehrere Minuten nichts zu sagen, und das sogar wenn mehr als 2 Männer zusammen sind. Stellen Sie sich das vor: da sitzen 3 Männer zusammen und reden nicht pausenlos, vielmehr schauen Sie sich im Raum um und werfen sich eindeutige Blicke zu, wenn sie etwas schmackhaftes am Nachbartisch sehen, das kann ein zarter Rehbraten oder auch ein ganzes zartes Reh sein. Es gelingt uns auch ohne Worte deutlich und verständlich zu kommunizieren, bei ungeübten Männern hören wir manchmal nur noch Grunzlaute.
Ihnen als Frau möchte ich das als genetischen Defekt erklären, Ihnen als Mann möchte ich zurufen: „Grrrrummmpf !
Frauen sind anders – Teil 1 : Einkaufen
Männer gehen einkaufen, wenn sie etwas brauchen. Die Hose ist kaputt oder passt nicht mehr? Schon wird der Kauf einer neuen Hose geplant.
Nun ist das aber nicht so einfach, schließlich kann Mann ja auch trotzdem noch die alte Hose benutzen, es eilt also nicht. Erst wenn es gar nicht mehr geht, wird die Neue gekauft.
Bei mir ist es noch schlimmer, solange meine Frau mich an mein Hosendefizit erinnern würde, zum Beispiel in einem Hosengeschäft, kommt es nicht in Frage eine solche zu erwerben, ich wäre einfach nicht in der Stimmung.
Es bedarf bei mir einer besonderen Art von Ausgeglichenheit, um in Kauflaune zu geraten. In diese gelange ich in der Regel auch nur, wenn ich alleine unterwegs bin. Da ich aber alleine nur widerwillig Bekleidungsgeschäfte betrete, wird das Ganze sehr schwierig.
Hinzu kommt mein Problem, dass ich bei fast allen meinen Kleidungsstücken komische Zwischengrößen trage, die es nur selten gibt. Daher bin ich meistens schon negativ voreingestellt, wenn ich ein Geschäft betrete, leider gibt mir die Erfahrung aber Recht.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in meiner Kindheit zu schnell gewachsen bin. Ich habe die innere Einstellung eines 28 jährigen Spieljungen, bin aber gefangen im Körper eines 45 jährigen Möbelpackers. Ich denke, jetzt können Sie mein Problem verstehen; ich möchte Mode für 28 jährige kaufen und anwenden, muss mich dazu nach ganz nach unten in den Regalen wühlen, um meine Größe zu finden. Dass ich dabei oft frustriert den Laden verlasse, können Sie sich vorstellen. Aus lauter Selbstverleugnung vergesse ich auch regelmäßig meine Größen und muss peinliche Anproben über mich ergehen lassen.
Einen mächtigen Schritt in Richtung meiner modischen Endlösung habe ich getan, als ich die Farbe Schwarz für mich als absolute Basis definiert habe. Sie ahnen gar nicht wie leicht es mir seit dem fällt, die Farbauswahl am Kleiderschrank zu treffen, eine schwarze Hose, ein schwarzes T- Shirt - fertig ist der Existenzialist.
Natürlich musste ich alle meine bunten Kleidungsstücke aus dem Schrank entfernen. Ich sage Ihnen, es bleibt nicht viel übrig, wenn schon Dunkelgrau durch das Raster fällt. Alles ist jedoch nicht schwarz, im Businessbereich gibt es auch noch Weiß, und einige bunte Krawatten, denn merke: je schlechter man vorbereitet ist oder je weniger man zu sagen hat, desto bunter ist die Krawatte zu wählen (BWL; erste Vorlesung „Wie verkaufe ich mein Unwissen?“)
Sie sehen also, alles was bei Frauen einfach ist, ist bei Männern sehr kompliziert. Wir können nicht einfach jederzeit einkaufen, oft sind wir nicht einmal in der Lage, uns in einem Laden umzuschauen, ohne eine Lebenskrise zu bekommen.
Haben Sie also bitte Mitleid mit uns! (zumindest mit mir)
Donnerstag, 7. Januar 2010
Ich bin seid 10 Jahren in der Krise
Ich bin jetzt 45 Jahre alt und in mir gärt seit 10 Jahren die Mittellebenkrise.
Mit 35 fing es an, dass ich nicht mehr älter werden wollte. Geistig hat das sogar geklappt, ich fühle mich auch heute noch keinen Tag älter als mit 35. Irgendwie ist bei mir aber die Krise nie richtig ausgebrochen. Ich habe mir weder einen Sportwagen gekauft oder das Fallschirmspringen angefangen noch mir eine 18-jährige Freundin zugelegt. Das Letztere sehr zur Freude meiner Frau.
Allerdings ist da eben diese Unruhe in mir, die Ungewissheit etwas zu verpassen oder später zu bereuen. Was ist denn, wenn ich mit 50 merke, dass ich doch schon zu alt bin, um noch Astronaut zu werden?
Jedenfalls verläuft bei mir der Hormonwechsel entsetzlich langsam. So langsam, dass er kaum wahrnehmbar ist. Ich habe keine Ahnung, ab wann und wie ich mich altersgerecht benehmen muss. Wissen Sie, wie sich ein 45-Jähriger altersgerecht benimmt? Spielt er Golf? Trägt er Pullover von Paul&Shark? Macht er womöglich schon Kreuzfahrten? Ich weiß es nicht!
Mal überlegen, was bei mir altergerecht sein könnte: Ich rauche Zigarren, aber so wenige, dass das eigentlich nicht zählt. Wir haben ein Haus, aber das hatten wir auch schon vor 10 Jahren. Wir fahren einen BMW, allerdings einen Mini, das gibt also eher Abzüge bei der Bewertung eines altersgerechten Hausstandes.
Ich denke, ich weiß warum bei mir nie die Krise ausgebrochen ist, es geht mir viel zu gut! Wir haben keine Kinder, ein gutes Einkommen und ausgesprochen gute Perspektiven auf einen zeitigen Vorruhestand.
Ohne Stress im Leben baut sich wohl nicht der richtige Pegel an Wuthormonen auf, der dann die Sicherung ´raushaut. Ist mir aber viel lieber so, wir haben gute Freunde, die unsere Leidenschaft der Kinderlosigkeit teilen oder akzeptieren. Es ist also alles gut.
Ab und zu kommt mir schon der Gedanke, mit unseren Freunden über eine Alterswohngemeinschaft zu reden, aber die sind noch nicht so weit, bei denen läuft der Hormonwechsel noch viel langsamer als bei mir. He, dann bin ich ja jetzt doch einmal altersgerecht, oder?
Sonntag, 3. Januar 2010
Rollator on the Dancefloor
Vom 24-26.4.2009 lief der Baltic Soul Weekender #3 im Weissenhäuser Strand.
Ich habe lange überlegt, ob ich Sie einweihen soll, schließlich möchte ich nicht das bestimmte Leute zur #4 kommen. Durch entsprechend liederliche Beschreibung der Veranstaltung erhoffe ich mir jedoch, dass die Personen, die ich meine, genügend abgeschreckt werden.
Auch ist der Bestand der Veranstaltung schon sichergestellt, dieses Jahr waren schon viele Wochen vorher alle Karten verkauft, das wird 2010 nicht anders.
Können Sie sich ein Festival vorstellen bei dem die Besucher ein Durchschnittsalter von über 35 haben ? Ich schon, noch besser ich habe das schon 2x erlebt. Die eher langweilige Ferienanlage an der Ostsee wird für 3 Tage von einer ausgelassenen sich selbst überschätzenden Menschenmenge bevölkert, die nicht selten jeweils über 6 Stunden auf den Beinen bleibt, ausdauert tanzt und sogar Alkohol zu sich nimmt.
Damit die reichlich vorhandenen Notärzte nicht zu viel zu tun bekommen gibt es viele Liegestühle und andere Sitzgelegenheiten.
Wie es der Name schon sagt, ist die Live Musik durch Soul und Funk dominiert, die Plattenaufleger überbieten sich gegenseitig im Finden von ausgefallener und gut tanzbarer Musik, die fast immer von Schallplatten kommt, die Älteren werden sich daran erinnern.
Diese Art der Veranstaltungen hat ihre Wurzeln in den Badeorten von England, in denen es schon viele Jahre die so genannten „Northern Soul Parties“ gibt.
Von dort kommt auch der Tanz, der sich ebenfalls „Northern Soul“ nennt und eine Mischung aus Breakdance Grundschritt und Rock ´n Roll ist. Glauben Sie mir, ich habe sehr angestrengt versucht, den Tanz zu lernen, aber auch DAS kann ich nicht. Macht aber auch nichts, die ersten Schritte aus unserer Aerobic-Fitness „Jump-Stile“ tun es auch ganz gut (Danke an Michaela)
Wichtig ist, das es mir super gefällt und mich auch ein wenig zuversichtlicher stimmt zu erleben, wie auch noch ältere Menschen mit viel Spaß an Musik und Bewegung feiern können.
Mein Rat an Sie, wenn Sie „deutlich“ über 30 sind: schnappen Sie sich einen Partner (Geschlecht nach Wahl, hier kann ein Wechsel Wunder wirken) und noch 2 bis 3 weitere Paare und buchen ganz schnell Ihre Karten für den Weekender #4 am 23.-25.4.2010. Wir werden auch da sein, und Sie können sich meinen Tanzstil anschauen, aber am besten mit Sonnenbrille.
Überredet ? Wenn noch nicht, schauen Sie hier: http://www.balticsoul.de
