Sobald wir Menschen unserer bestimmungsgemäßen Verpflichtung der Reproduktion nachkommen, verändern wir uns bis zur Unkenntlichkeit. Neben den allseits bekannten Effekten wie Übelkeit und Fluchtverhalten gibt es einige sehr bemerkenswerte Dinge über die ich als unbeteiligter Betrachter sehr schmunzeln kann.
Da hat sich ein junges Paar doch gerade komplett von Ihrer Umwelt emanzipiert und sich ein zweisitziges Fahrzeug gekauft um betont lustvoll mit ihrem Leben umzugehen. Dies kann ich nach Kräften unterstützen und gutheißen, weg mit dem Geld, das letzte Hemd hat schließlich keine Taschen.
Doch kaum 2 Monate nach dem wir schwanger sind, wird verzweifelt ein Passat Kombi gekauft, ist dies doch das einzige Fahrzeug auf dem Planeten der den Expeditionen einer Jungfamilie gerecht werden kann. Als ob der halbe Hausstand zu transportieren wäre.
Aber es geht noch schlimmer: FIAT „Milupa“ !
Ich weiß, der heißt „Multipla“, Sie müssen aber zugehen, das Milupa viel besser wäre, hier ist FIAT ein großes Potential durch die vom Geldzählen schwieligen Finger geglitten.
Der FIAT „Milupa“ ist für mich das hässlichste Auto seiner Art. Gut das die Hormone einer Schwangerschaft dafür sorgen das wir so ein Auto ohne Erbrechen benutzen können, sonst wäre es mehr in der Waschstraße als auf der Teerstraße.
Weitere hormonelle Anpassungen die gerade die Männer in einer Schwangerschaft erleiden, sind:
- Schweigsamkeit (weil jedes Wort falsch sein kann)
- Fluchtverhalten (weil die Anwesenheit falsch sein kann)
- Anschwellen von Körperpartien (aus Solidarität)
- Unausgeglichenheit (aus Nervosität)
- Rückenschmerzen (vom Einkaufen, da ab jetzt Hauptträger)
Ist es dann geschafft und das Menschenjunge ist auf der Welt, mutieren die Eltern nicht selten zu etwas, das die Umwelt nicht ohne innere Blutungen ertragen kann. Da werden die hässlichsten Kleinkinder der Welt bei Heidi Klum angemeldet oder bereits beim ersten lauten Aufstoßen ein Gesangslehrer gesucht.
Natürlich war das alles nicht der Fall bei unseren Freunden. Als diese schwanger wurden blieb die Wesensdeformation komplett aus, wir hatten wohl das Glück genau die richtigen 2 Promille der Schwangeren zu kennen.
Auf der anderen Seite bin ich aber auch froh, dass es auch noch andere kinderlose Paare gibt, die wir das Glück haben, alle zu kennen.
Ich danke Euch und dem großen Kürbis* unendlich dafür.
(* aus Charlie Brown)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen