Eigentlich lese ich gerne Tageszeitungen.
Nach wenigen Minuten weiß ich was in unserer Metropole los ist, ich weiß wer mit den dicksten Schläuchen unsere Feuer löscht oder wo gerade wieder Wohnungen frei geworden sind (letzte Seite).
Eins ärgert mich aber bis aufs Blut: Berichte über Veranstaltungen die bereits gewesen sind. Wozu brauche ich epische Schilderungen von Ausstellungen, Konzerten oder Festen wenn ich keine Zeitmaschine zur Hand habe um diese zu besuchen? Je begeisterter diese Berichte ausfallen, desto mehr Frust schiebe ich bei der Lektüre. Schon wieder habe ich etwas wirklich wichtiges, schönes, einmaliges oder lebenswichtiges verpasst.
Erinnern Sie sich noch an meine erste Kolumne (Biete Beratung für überforderte Menschen)? Genau diese Dienstleistung brauche ich selbst auch, ich brauche Zeitungen die mich rechtzeitig VORAB und RECHTZEITIG über Veranstaltungen informieren.
Doch was ist rechtzeitig?
Ein Beispiel: Ein Rock-Festival in Weissenhäuser Strand findet statt, Termin 7. + 8. 11.2009. Was nützt mir die Ankündigung 1 Woche vorher? Nichts, in der Ferienanlage sind natürlich alle Zimmer seit Monaten verkauft.
Wäre ich Journalist, ich würde mir einen Pulitzer-Preis damit verdienen meinen Lesern immer rechtzeitig die Dinge anzukündigen die wirklich wichtig sind. Dabei ist es doch wirklich nicht schwer, ich habe Ihnen zum Beispiel schon im Mai 2009 per Kolumne mitgeteilt, das im April 2010 das nächste Baltic- Soul- Festival stattfinden wird, das war ja wohl rechtzeitig genug um genug Geld zu sparen, seine Kinder aus dem Haus zu werfen, sich die Haare lang wachsen zu lassen und alles andere vorzubereiten.
Ich weiß doch ganz genau wie Sie „ticken“, auch Ihre Spontanität muss sorgfältig und von langer Hand geplant werden. Wir werden alle nicht jünger, nur wenn wir langfristig planen und uns verabreden, bekommen wir den immer schwerer werdenden Hintern noch von Sofa hoch.
Also liebe Journalisten, es gibt viel zu tun, als Lohn winkt der Pulitzer-Preis, und wenn Ihnen der nicht genügt, meinen ewig währenden Dank lege ich noch obendrauf.

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