Gerade kam mir einmal wieder ein Stück Galle hoch als ich an die neue Elbphilharmonie in Hamburg denken musste.
Die Kosten lagen 2008 bei 450 Mio. Euro, wovon die Stadt Hamburg 323 Mio. zu zahlen hätte. Es würde mich nicht wundern wenn Heute schon 500 Mio. zu Buche stehen.
Die Explosion der Kosten (geplant waren 150 Mio.) sind schon Skandal genug, ich möchte aber auf die 323 Mio. Zuschuss der Stadt Hamburg aufmerksam machen. Es sind 323 Mio. Euro die, nicht für Obdachlose, nicht für Kindergärten, nicht für Sozialarbeiter, nicht für Frauenhäuser, nicht für Jugendzentren, nicht für .... ausgeben werden können.
Stattdessen werden die Millionen in einen Bau gesteckt, den 95 % der Hamburger nie von innen sehen werden und auch nicht wollen.
Der Bau und die Finanzierung solcher Prestigeobjekte sollten denjenigen vorbehalten sein, die dann später auch hineingehen wollen.
Soll ich Ihnen sagen was die Elbphilharmonie in Wirklichkeit wird? Subventionsbetrug im ganz großem Stil.
Wer sind die Betrüger? Die Politik, die Architekten und die Baufirmen.
Die Politik kann sich im Champagnerrausch der Eliten sonnen, die Architekten können ihren Größenwahl ausleben, und die Baufirmen fleißig Schmiergelder verteilen.
Ich zeige Ihnen gerne in welche Reihe von anderen Subventionsgräbern sich die Elbphilharmonie, wenn Sie dann gebaut ist, einreihen wird. Dies sind Betriebskosten die jedes Jahr anstehen:
Theater in Aachen:
Zuschussbedarf in Mio.: 16,6
Besucherzahlen: 134.379
Zuschuss pro Besucher: 124 Euro
Theater in Dortmund:
Zuschussbedarf in Mio.: 31,9
Besucherzahlen: 240.099
Zuschuss pro Besucher: 133 Euro
Theater in Köln
Zuschussbedarf in Mio.: 44
Besucherzahlen: 322.956
Zuschuss pro Besucher: 136 Euro
Verstehen Sie? für JEDE verkaufte Eintrittskarte werden ca. 130 Euro aus Steuergeldern ausgegeben!
Diese Zahlen sind aus NRW, ich wette jedes Land hat solche, oder schlimmere, Zahlen aufzuweisen.

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